Die nächsten Termine des Aktionskreises gegen Unternehmerwillkür AKUWILL

logo_akuwill

Die nächsten Termine von AKUWILL

 

Montag, 4. Juni 2018 um 19:00 Uhr
Im Linken Zentrum, Elsässer Str. 19, 46045 Oberhausen-Mitte.

Montag, 30. Juli 2018 um 19:00 Uhr
Im Linken Zentrum, Elsässer Str. 19, 46045 Oberhausen-Mitte.

Samstag, 13. Oktober, 5. Konferenz “Betriebsräte im Visier”
Gewerkschaftshaus in 68161 Mannheim, Hans-Böckler-Straße 1, ab 13:00 Uhr.

 

 

Weitere Infos über das Kontaktformular

Freitag der 13 bei Real in Essen

Freitag, 13. Juli 2018 – Schwarzer Freitag für Real!
Am Freitag, 13.07.18
um 10:00 Uhr

vor dem Real-Markt Haedenkampstraße 21, 45143 Essen-Altendorf

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen, lie­be Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
eure Unterstützung wird gebraucht!
Am Freitag, den 13. Juli wer­den wir um 10.00 Uhr vor dem Real Markt auf der Haedenkampstraße in Essen-Altendorf auf die men­schen­feind­li­chen Machenschaften der Geschäftsführung von Real/Metro auf­merk­sam machen. Der Schwarze Freitag ist ein Aktionstag gegen Arbeitsunrecht und Union Busting (Gewerkschaftsbekämpfung). Real wur­de von der Aktion ./. Arbeitsunrecht für die­sen Schwarzen Freitag als ein Beispiel für beson­ders üble „Arbeitgeber“ nomi­niert.

Die Filiale ist gut mit öffent­li­chen Verkehrsmitteln zu errei­chen. (Zum Beispiel vom S-Bahnhof Essen-West mit ca. 10 Minuten Fußweg.)
Wir wol­len den Kolleginnen und Kollegen von Real zei­gen, dass sie nicht allein sind, aber auch die Öffentlichkeit über die Methoden der Geschäftsleitung von Real auf­klä­ren.
Wir wer­den Plakate von der Aktion ./. Arbeitsunrecht erhal­ten, aber auch sel­ber eini­ge fer­ti­gen. Z.B.: Jeden Tag hier hin – dann das Bild einer Lohntüte – und doch nichts mehr drin! ODER: Wichtiger denn je – jetzt die AVE! Denn all­ge­mein­ver­bind­li­che Tarifverträge wür­den so man­che Willkürmaßnahme zu Lasten der Beschäftigten ver­hin­dern! ODER: Überleben mit Lohndumping und Altersarmut? Die REALität zeigt Ihnen hier, wie es geht!
Setzt eure eige­nen Ideen ruhig um und bringt Plakate mit, euren Ideen sind kei­ne Grenzen gesetzt (nur bit­te kei­ne Beleidigungen, damit wäre nie­man­dem gedient).

Worum geht es eigent­lich?
Ver.di hat dazu einen klei­nen Film erstellt, sie­he die Links unten. Kurz:
Real, wie wir es kann­ten, gibt es nicht mehr. Die Gebäude und das Inventar sind noch Real, aber die Beschäftigten wur­den in eine Gesellschaft aus­ge­glie­dert, wel­che vor kur­zem sin­ni­ger­wei­se in Real GmbH umbe­nannt wur­de – vor­her war es die Metro Services. Diese Gesellschaft hat einen Tarifvertrag mit der gel­ben Pseudo-Gewerkschaft DHV abge­schlos­sen, der sehr vie­le Verschlechterungen beinhal­tet: Es gibt kei­ne Nachtzuschläge mehr, viel weni­ger Urlaubs- und Weihnachtsgeld und je nach Eingruppierung bis zu 600 Euro weni­ger Gehalt.

Jetzt gibt es zwar eine Gesamtzusage von der Geschäftsleitung, dass sich nichts ändern wird für die Beschäftigten, aber ers­tens haben sie noch kein Versprechen wirk­lich gehal­ten und zwei­tens gilt dies nicht für Neueinstellungen. Alle zur Zeit befris­te­ten Verträge sol­len aus­lau­fen, den Kolleginnen und Kollegen wird dann die Wiedereinstellung zu den neu­en Bedingungen ange­bo­ten. Das heißt, es wird eine Zweiklassen-Gesellschaft im Betrieb geschaf­fen, und die Beschäftigten zwei­ter Klasse steu­ern ohne Umwege in die Altersarmut!

Dies alles muss an die Öffentlichkeit gebracht wer­den!
Bitte kommt vor­bei und unter­stützt uns und die Kolleginnen und Kollegen von Real!

Hier ist der Film von ver.di den ihr ger­ne auf Euren Facebookseiten tei­len oder ihn per Mail wei­ter ver­brei­ten könnt, damit mög­lichst vie­le Menschen erfah­ren, was bei Real pas­siert:
Facebook: https://www.facebook.com/verdi/videos/10155834196688583/
Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=V7dzUKvNePU (höhe­re Auflösung/Qualität)
Aktionskreis gegen Unternehmerwillkür (AKUWILL)
Email: Kontaktformular
Netz: www.akuwill.de

Freitag der 13 für H+M

Freitag, der 13. für H&M in Essen

Der am 13.10.17 in Essen bei H&M verteilte Flyer.

Der am 13.10.17 in Essen bei H&M ver­teil­te Flyer.

Für Freitag, den 13. Oktober 2017 hat­te die akti­on ./. arbeits­un­recht wie­der zum „Schwarzen Freitag“ auf­ge­ru­fen, einem bun­des­wei­ten Aktionstag  gegen mie­se Jobs und Union Busting. Diesmal kon­zen­trier­ten sich die Proteste auf Hennes & Mauritz (H&M). In etwa zwan­zig Städten fan­den Aktionen statt, zum Teil in Kooperation mit der Gewerkschaft ver.di.

AKUWILL hat­te in die­sem Rahmen zu einer Kundgebung vor der H&M-Filiale in der Essener Innenstadt auf­ge­ru­fen. Wir waren dort mit einem klei­nen Infotisch, Plakaten und unse­rem Transparent prä­sent. Wir ver­teil­ten Flugblätter und spra­chen mit KundInnen von H&M und PassantInnen über die Arbeitsbedingungen und Union Busting bei H&M. Den Schwerpunkt leg­ten wir dabei auf das Vorgehen der Geschäftsleitung gegen akti­ve Betriebsräte und mach­ten dar­auf auf­merk­sam, dass sol­che Methoden nicht nur bei H&M ange­wandt wer­den, son­dern sich immer wei­ter aus­brei­ten.

Ein Vertreter der Presse (WAZ) war anwe­send, hat Fotos gemacht und wird hof­fent­lich noch berich­ten. Ein Security-Mann bei H&M hat vom Eingang aus beob­ach­tet, was wir trei­ben.

Außer Mitgliedern von AKUWILL haben sich wei­te­re OberhausenerInnen, unter ande­rem von den ver.di-Senioren, Mitglieder der Partei Die Linke aus Gelsenkirchen und ein Unterstützer aus Düsseldorf betei­ligt. Ein klei­ner Kreis – aber die etwa 500 Flugblätter waren bereits nach einer Stunde ver­teilt. Auch wenn die meis­ten PassantInnen im Einkaufsmodus waren, sind wir mit vie­len inter­es­sier­ten Menschen ins Gespräch gekom­men. Und nicht weni­ge haben unser Flugblatt noch auf der Straße gele­sen.

Impressionen vom 13.10.2017 in Essen vor H&M

Schwarzer-Freitag für H&M

Schwarzer-Freitag für H&M

Es naht der nächste ” Schwarze-Freitag “, der bundesweite Aktionstag gegen Feinde gewerkschaftlicher Organisierung und Freunde der Lohndrückerei.

Auch AKUWILL ruft auf zur Kundgebung gegen Betriebsrats-Mobbing und miese Arbeitsbedingungen bei H&M:

Freitag, 13.10.2017
ab 16:00
vor H&M
Limbecker Str. 34
in Essen-Stadtmitte

Seit der Jahrtausendwende grei­fen immer mehr Unternehmen, egal ob klein oder groß, zu Union-Busting - zu Methoden der Gewerkschaftsbekämpfung.

H&M ist eines von ihnen.
Die Geschäftsleitung geht gezielt gegen enga­gier­te GewerkschafterInnen und Betriebsräte vor:
Von Interessenvertretungen der Beschäftigten unge­stört, las­sen sich schlech­te­re Arbeitsbedingungen leich­ter durch­set­zen.

So wer­den Betriebsratsmitglieder mit Kündigungen drang­sa­liert, die unter faden­schei­ni­gen Vorwürfen erfol­gen.

Bereits 2015 hat das Bundesarbeitsgericht zuguns­ten von Damiano Q., Betriebsratsvorsitzender bei H&M in Trier, ent­schie­den, der gleich von meh­re­ren Kündigungsversuchen betrof­fen war.

Ende September 2017 wur­de die Kündigung von Lukasz C., BR-Mitglied bei H&M in Leverkusen, vom Landesarbeitsgericht Düsseldorf abge­wie­sen.

In Bonn und in Tübingen lau­fen aktu­ell Kündigungsverfahren. Hier sind jeweils Gesamtbetriebsratsmitglieder betrof­fen.

Mit halt­lo­sen Vorwürfen und dar­aus abge­lei­te­ten juris­ti­schen Maßnahmen sol­len akti­ve BR-Mitglieder zer­mürbt wer­den.

Zeigen wir am Freitag der Geschäftsleitung von H&M laut und deut­lich, was wir von ihren Methoden hal­ten!
Und nicht zuletzt: Machen wir öffent­lich, wie aus Profitgründen gezielt enga­gier­te KollegInnen fer­tig gemacht wer­den!

Hier fin­det Ihr wei­te­re Infos:

Von der Initiative Work Watch: http://www.work-watch.de/?s=H%26M
Von ver.di: http://shortlinks.de/wc06
Weiteres zu H&M und zum “Schwarzen Freitag” von der Aktion ./. Arbeitsunrecht: https://aktion.arbeitsunrecht.de/de/freitag13-newsletter

4. bundesweite Konferenz Betriebsräte im Visier

4. bundesweite Konferenz „Betriebsräte im Visier”

Am Samstag, dem 14.10.2017, findet im Mannheimer Gewerkschaftshaus die 4. bundesweite Tagung „Betriebsräte im Visier” statt. 

4. Konferenz Betriebsräte im Visier

 

Organisiert wird die Tagung vom Mannheimer Komitee “Solidarität gegen Betriebsrats-Mobbing”.

Auf der Konferenz wer­den sowohl aktu­el­le Beispiele der Gewerkschafts- und Betriebsratsbekämpfung dar­ge­stellt als auch Wege der Gegenwehr ana­ly­siert.

Susanne Kim (IG Metall Vorstandsverwaltung), Rechtsanwalt Dietrich Growe (Kanzlei Dr. Growe und Kollegen) und ande­re refe­rie­ren zu den genann­ten Themen.

Nicht zuletzt aber will die Tagung Kolleginnen und Kollegen, die von BR-Mobbing betrof­fen sind, ein Forum zum soli­da­ri­schen Erfahrungsaustausch und zur noch wirk­sa­me­ren Unterstützung bie­ten.

Die Konferenz wird unter­stützt von IG Metall Mannheim sowie von AKUWILL Oberhausen, IG BCE Weinheim, Betriebsräte General Electric Mannheim, Überbetriebliches Solidaritätskomitee Rhein-Neckar, ver.di Rhein-Neckar und work-watch Köln.

Einen musi­ka­li­schen Beitrag zum Gelingen der Tagung leis­tet die Mannheimer Künstlerin Gizem Gözüacik.

Im Faltblatt zur Konferenz fin­det Ihr wei­te­re Informationen.

Die Teilnahme an der Konferenz ist aus orga­ni­sa­to­ri­schen Gründen nur nach vor­he­ri­ger Anmeldung mög­lich (sie­he Faltblatt).

Videodokumentation der Veranstaltung gegen BR-Mobbing am 20.04.2017 in Oberhausen

Videodokumentation der Veranstaltung:

Mobbing von Betriebsräten und engagierten Beschäftigten
Wie können wir uns dagegen wehren?

am 20.4.2017 in Oberhausen

 

 

Wenn jemand diesen Film in HD Qualität auf DVD oder einem Stick haben möchte so ist das möglich, gegen Erstattung der Versand und Materialkosten.

Wendet Euch dafür bitte an Akuwill über das Kontaktformular.

Veranstaltung Mobbing von Betriebsräten und engagierten Beschäftigten

Mobbing von Betriebsräten und   

BR-Mobbing Veranstaltung 20.4.2017 in Oberhausen

Das Veranstaltungsflugblatt zum Download

engagierten Beschäftigten

Wie können wir uns dagegen wehren?

Hintergründe, Erfahrungsberichte
und anschließende Diskussion
mit Gerhard Klas, Cordula Becker und Helmut Schmitt

Am 20. April 2017 um 18:00 Uhr
Fabrik K14, Lothringer Straße 64, 46045 Oberhausen

Nicht nur in Oberhausen macht der Möbelkonzern XXXL seit eini­ger Zeit nega­ti­ve Schlagzeilen. Mit sei­nen Methoden, „zu teu­re“ oder „reni­ten­te“ Beschäftigte und Betriebsräte los zu wer­den, nutzt XXXL rück­sichts­los und unter Umgehung gesetz­li­cher und tarif­li­cher Vorschriften sei­ne Machtposition aus.

Ein Einzelfall ist das nicht. Vielmehr grei­fen immer mehr Unternehmen jeg­li­cher Art und Größe auf sol­che Methoden zurück. Seit etwa fünf­zehn Jahren brei­tet sich die sys­te­ma­ti­sche Bekämpfung von Betriebsräten und enga­gier­ten Gewerkschafter/innen auch in Deutschland zuneh­mend aus. Unterstützung garan­tiert ihnen ein Netzwerk aus Denkfabriken, Anwaltskanzleien, Unternehmensberatungen und Detekteien.

Wie kön­nen wir uns gegen frag­wür­di­ge Abmahnungen, halt­lo­se Kündigungen, Bossing und Mobbing zur Wehr set­zen?

Gerhard Klas von Work-Watch (Köln) stellt die von Günter Wallraff mit­ge­grün­de­te Organisation vor, umreißt die Problematik „Union Busting“ und ver­mit­telt Erfahrungen aus kon­kre­ten Fällen. Cordula Becker, Ex-Betriebsrätin von Ikea und Helmut Schmitt, Betriebsrat von Nora Systems, bei­de Mitglied im Mannheimer Komitee „Solidarität gegen Betriebsratsmobbing“, berich­ten aus eige­ner Erfahrung und stel­len ihre Solidaritätsarbeit vor.

Wir freu­en uns auf die­sen Abend und laden Sie / Dich herz­lich zur Teilnahme ein!

Eine Veranstaltung des Rosa-Luxemburg Club Oberhausen in Kooperation mit (Stand 28.03.2017):

Akuwill, IG BAU MEO, Arbeit und Leben Oberhausen und NGG Region Ruhrgebiet

 

Flashmob bei XXXL Rück in Oberhausen

Pressemitteilung von Akuwill und work-watch zum Flashmob am 3.12.2016 bei XXXL Rück in Oberhausen

Oberhausen, 3. Dezember 2016
Aktionskreis gegen Unternehmerwillkür (AKUWILL), Postfach 10 01 25, 46001 Oberhausen, info@akuwill.de
work-watch e. V., Thebäerstr. 26, 50825 Köln, info@work-watch.de

 


Flashmob bei XXXL Rück in Oberhausen

Mehr als ein Dutzend gewerk­schaft­li­che AktivistInnen und soli­da­ri­sche Betriebsräte, unter ande­rem von Bauhaus, demons­trier­ten am Samstag im Möbelhaus XXXL Rück in Oberhausen. Mit Parolen wie „Betriebsratsfresser XXXL“ und „XXXLNICHT mein Möbelhaus“ began­nen sie ihren Protest in der Cafeteria und zogen anschlie­ßend durch ver­schie­de­ne Abteilungen des Möbelhauses, ver­teil­ten Flugblätter und hiel­ten Plakate in die Luft. 2016-12-03 flashmob xxxl-rueck Foto:Privat

Damit haben sie die Kundschaft erneut auf die Machenschaften von XXXL auf­merk­sam gemacht:

XXXL packt ein­fach alle Beschäftigten einer über­nom­me­nen Filiale in ver­schie­de­ne neu gegrün­de­te Gesellschaften. Servicegesellschaften hei­ßen sie. Diese Gesellschaften erle­di­gen alle anfal­len­den Arbeiten wie Verkauf, Betrieb des Restaurants, Lager oder Kundendienste. Die Servicegesellschaften haben kein eige­nes Vermögen, aus dem z.B. die Löhne und Gehälter zah­len könn­ten. Sie haben nur Arbeitskräfte.

Das Geld bekom­men die Servicegesellschaften monat­lich von den soge­nann­ten Betreibergesellschaften. Das ist die ande­re Sorte von Gesellschaften in den XXXL-Filialen. Sie besit­zen Kapital und Vermögen und zah­len damit die Dienste der Servicegesellschaften. Verbunden sind Betreiber- und Servicegesellschaften durch soge­nann­te Dienstleistungsverträge. Die haben eine 14-tägi­ge Kündigungsfrist.

Kündigt nun die Betreibergesellschaft einer Servicegesellschaft den Dienstleistungsvertrag, ist die Servicegesellschaft am Ende der zwei­wö­chi­gen Kündigungsfrist plei­te, mel­det Konkurs an und schmeißt ihre Beschäftigten auf die Straße.

Den Gekündigten bie­tet jetzt eine neue Servicegesellschaft von XXXL neue Arbeitsverträge an. Zu schlech­te­ren Bedingungen. Wollen die Beschäftigten nicht arbeits­los wer­den, müs­sen sie die­ses schlech­te­re Angebot anneh­men. Bis auf die, die kein neu­es Beschäftigungsangebot erhal­ten haben. Die gucken kom­plett in die Röhre. Auffällig oft sind das gut bezahl­te Beschäftigte mit lan­gen Kündigungsfristen und akti­ve GewerkschafterInnen.

Bei der Übernahme von Rück-Oberhausen hat XXXL auf die­se Weise den gesam­ten Betriebsrat vor die Tür gesetzt und über 60 MitarbeiterInnen gekün­digt. Obwohl bis­her alle Beschäftigten ihre Kündigungsschutzprozesse gewon­nen haben, wei­gert sich XXXL, sie wie­der ein­zu­stel­len.

Der Geschäftsführung hat die Aktion natür­lich nicht gefal­len: Nach fünf Minuten fing einer der Führungskräfte an, den Protest mit sei­nem Smartphone abzu­fil­men und for­der­te die Beteiligten auf, das Haus zu ver­las­sen. Er wies ihnen jedoch nicht den Weg zur Tür. So konn­ten die Protestierenden nur über Umwege Richtung Ausgang lau­fen, weil sie sich im Haus nicht aus­kann­ten. Dabei skan­dier­ten sie wei­ter Parolen. Mehrere KundInnen kamen auf sie zu, um ein Flugblatt zu ergat­tern und eini­ge zeig­ten mit erho­be­nem Daumen ihre Sympathie für die Aktion. „Die trau­en sich was!“, bemerk­te einer der Kunden. Nachdem die Security anfing hand­greif­lich zu wer­den und die Protestierenden her­um­zu­schub­sen, ver­lie­ßen sie schließ­lich über den Kassenbereich das Gebäude.

In Oberhausen, und mitt­ler­wei­le auch bun­des­weit, ist der betrieb­li­che Konflikt bei XXXL immer wie­der Thema, zuletzt in der Sendung Frontal21 (https://www.zdf.de/politik/frontal-21/die-tricks-der-moebelkette-xxxlutz-102.html).

Der Flashmob in Oberhausen wird nicht die letz­te Aktion gewe­sen sein“, so einer der Aktivisten.

XXXL Rück: Einzelhandel ohne Personal?

XXXL Rück:
Einzelhandel ohne Personal?

Durch die Übernahme der Möbelstadt Rück durch die XXXLutz-Gruppe verloren bis Oktober 2015 von ursprünglich 330 Beschäftigten 140 ihren Arbeitsplatz. Viele der KollegInnen haben sich gegen ihre Kündigung gewehrt, und die meisten bekamen vom Arbeitsgericht Oberhausen Recht. Da das Unternehmen gegen die Urteile Berufung einlegte, werden die Kündigungsschutzklagen seit Anfang August vor dem Landesarbeitsgericht in Düsseldorf verhandelt. Das Unternehmenskonstrukt von XXXL spielt in den Verfahren eine zentrale Rolle.

Die Möbelstadt Rück gehört seit Anfang 2014 zur stark expan­die­ren­den öster­rei­chi­schen XXXLutz-Gruppe. Die Unternehmensgruppe ist fak­tisch ein Konzern, tut aber alles, um die­se Rechtsform und die damit ver­bun­de­nen Rechtsfolgen, wie z. B. die Konzernhaftung, zu ver­mei­den. Sie über­nimmt bestehen­de Möbelhäuser und spal­tet die nach außen wei­ter­hin ein­heit­li­chen Betriebe in min­des­tens fünf Gesellschaften auf, um aus der Tarifbindung aus­zu­bre­chen und Lohndumping zu betrei­ben.

Weiterlesen

Bericht von der Branchenkonferenz Einzelhandel in Oberhausen am 15.09.2016

Bericht von der Branchenkonferenz
Einzelhandel in Oberhausen am 15.09.2016

Die Folgen von Tarifflucht und Unternehmensaufspaltung auf Tariflandschaft und Betriebsratsarbeit!

Maurike Maaßen

Bevor die Konferenz begann, haben wir zuerst unse­re Flyer an die Kollegen ver­teilt. Anwesend waren in ers­ter Linie Vertrauensleute, Betriebsräte/innen, Tarifkommissionsmitglieder und natür­lich die Kollegen/innen von Verdi. Mit eini­gen Kollegen/innen, die Akuwill noch nicht kann­ten und sehr inter­es­siert waren, kam ich dann auch ins Gespräch. Im Laufe des Tages gewann der Inhalt des Flyers immer mehr an Bedeutung!

Weiterlesen