Freitag der 13 für H+M

Freitag, der 13. für H&M in Essen

Der am 13.10.17 in Essen bei H&M verteilte Flyer.

Der am 13.10.17 in Essen bei H&M verteilte Flyer.

Für Freitag, den 13. Oktober 2017 hatte die aktion ./. arbeitsunrecht wieder zum „Schwarzen Freitag“ aufgerufen, einem bundesweiten Aktionstag  gegen miese Jobs und Union Busting. Diesmal konzentrierten sich die Proteste auf Hennes & Mauritz (H&M). In etwa zwanzig Städten fanden Aktionen statt, zum Teil in Kooperation mit der Gewerkschaft ver.di.

AKUWILL hatte in diesem Rahmen zu einer Kundgebung vor der H&M-Filiale in der Essener Innenstadt aufgerufen. Wir waren dort mit einem kleinen Infotisch, Plakaten und unserem Transparent präsent. Wir verteilten Flugblätter und sprachen mit KundInnen von H&M und PassantInnen über die Arbeitsbedingungen und Union Busting bei H&M. Den Schwerpunkt legten wir dabei auf das Vorgehen der Geschäftsleitung gegen aktive Betriebsräte und machten darauf aufmerksam, dass solche Methoden nicht nur bei H&M angewandt werden, sondern sich immer weiter ausbreiten.

Ein Vertreter der Presse (WAZ) war anwesend, hat Fotos gemacht und wird hoffentlich noch berichten. Ein Security-Mann bei H&M hat vom Eingang aus beobachtet, was wir treiben.

Außer Mitgliedern von AKUWILL haben sich weitere OberhausenerInnen, unter anderem von den ver.di-Senioren, Mitglieder der Partei Die Linke aus Gelsenkirchen und ein Unterstützer aus Düsseldorf beteiligt. Ein kleiner Kreis – aber die etwa 500 Flugblätter waren bereits nach einer Stunde verteilt. Auch wenn die meisten PassantInnen im Einkaufsmodus waren, sind wir mit vielen interessierten Menschen ins Gespräch gekommen. Und nicht wenige haben unser Flugblatt noch auf der Straße gelesen.

Impressionen vom 13.10.2017 in Essen vor H&M

Schwarzer-Freitag für H&M

SchwarzerFreitag für H&M

Es naht der nächste “ SchwarzeFreitag „, der bundesweite Aktionstag gegen Feinde gewerkschaftlicher Organisierung und Freunde der Lohndrückerei.

Auch AKUWILL ruft auf zur Kundgebung gegen Betriebsrats-Mobbing und miese Arbeitsbedingungen bei H&M:

Freitag, 13.10.2017
ab 16:00
vor H&M
Limbecker Str. 34
in Essen-Stadtmitte

Seit der Jahrtausendwende greifen immer mehr Unternehmen, egal ob klein oder groß, zu Union-Busting – zu Methoden der Gewerkschaftsbekämpfung.

H&M ist eines von ihnen.
Die Geschäftsleitung geht gezielt gegen engagierte GewerkschafterInnen und Betriebsräte vor:
Von Interessenvertretungen der Beschäftigten ungestört, lassen sich schlechtere Arbeitsbedingungen leichter durchsetzen.

So werden Betriebsratsmitglieder mit Kündigungen drangsaliert, die unter fadenscheinigen Vorwürfen erfolgen.

Bereits 2015 hat das Bundesarbeitsgericht zugunsten von Damiano Q., Betriebsratsvorsitzender bei H&M in Trier, entschieden, der gleich von mehreren Kündigungsversuchen betroffen war.

Ende September 2017 wurde die Kündigung von Lukasz C., BR-Mitglied bei H&M in Leverkusen, vom Landesarbeitsgericht Düsseldorf abgewiesen.

In Bonn und in Tübingen laufen aktuell Kündigungsverfahren. Hier sind jeweils Gesamtbetriebsratsmitglieder betroffen.

Mit haltlosen Vorwürfen und daraus abgeleiteten juristischen Maßnahmen sollen aktive BR-Mitglieder zermürbt werden.

Zeigen wir am Freitag der Geschäftsleitung von H&M laut und deutlich, was wir von ihren Methoden halten!
Und nicht zuletzt: Machen wir öffentlich, wie aus Profitgründen gezielt engagierte KollegInnen fertig gemacht werden!

Hier findet Ihr weitere Infos:

Von der Initiative Work Watch: http://www.work-watch.de/?s=H%26M
Von ver.di: http://shortlinks.de/wc06
Weiteres zu H&M und zum „Schwarzen Freitag“ von der Aktion ./. Arbeitsunrecht: https://aktion.arbeitsunrecht.de/de/freitag13-newsletter