XXXL Rück: Einzelhandel ohne Personal?

XXXL Rück:
Einzelhandel ohne Personal?

Durch die Übernahme der Möbelstadt Rück durch die XXXLutz-Gruppe verloren bis Oktober 2015 von ursprünglich 330 Beschäftigten 140 ihren Arbeitsplatz. Viele der KollegInnen haben sich gegen ihre Kündigung gewehrt, und die meisten bekamen vom Arbeitsgericht Oberhausen Recht. Da das Unternehmen gegen die Urteile Berufung einlegte, werden die Kündigungsschutzklagen seit Anfang August vor dem Landesarbeitsgericht in Düsseldorf verhandelt. Das Unternehmenskonstrukt von XXXL spielt in den Verfahren eine zentrale Rolle.

Die Möbelstadt Rück gehört seit Anfang 2014 zur stark expan­die­ren­den öster­rei­chi­schen XXXLutz-Gruppe. Die Unternehmensgruppe ist fak­tisch ein Konzern, tut aber alles, um die­se Rechtsform und die damit ver­bun­de­nen Rechtsfolgen, wie z. B. die Konzernhaftung, zu ver­mei­den. Sie über­nimmt bestehen­de Möbelhäuser und spal­tet die nach außen wei­ter­hin ein­heit­li­chen Betriebe in min­des­tens fünf Gesellschaften auf, um aus der Tarifbindung aus­zu­bre­chen und Lohndumping zu betrei­ben.

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Berufungsverfahren Kündigung XXXL Rück beim Landesarbeitsgericht in Düsseldorf

Solidarität mit den KollegInnen von XXXL Rück!

Die nächsten Berufungsverfahren finden statt:

Donnerstag, 1. September 2016
12:00 Uhr (= Beginn der Verhandlung)
Landesarbeitsgericht Düsseldorf
Ludwig-Erhard-Allee 21
40227 Düsseldorf
(Nähe Düsseldorf Hbf, Ausgang Ost/Oberbilk)