Berufungsverfahren Kündigung XXXL Rück beim Landesarbeitsgericht in Düsseldorf

Solidarität mit den KollegInnen von XXXL Rück!

Die nächsten Berufungsverfahren finden statt:

Donnerstag, 1. September 2016
12:00 Uhr (= Beginn der Verhandlung)
Landesarbeitsgericht Düsseldorf
Ludwig-Erhard-Allee 21
40227 Düsseldorf
(Nähe Düsseldorf Hbf, Ausgang Ost/Oberbilk)

 

19.07.16: Unterstützt die KollegInnen von XXXL Rück!

19.07.16:
Unterstützt die KollegInnen von XXXL Rück!

Dienstag, 19. Juli 2016
11:00 Uhr (Beginn der Verhandlung: 11:30)
Arbeitsgericht Oberhausen
Friedrich-List-Straße 18
46045 Oberhausen

Liebe KollegInnen,
im Zuge der Übernahme von Rück durch die XXXLutz-Gruppe zu Beginn des Jahres 2014 wur­de allen Beschäftigten des Möbelhauses in Oberhausen gekün­digt. Dem grö­ße­ren Teil von ihnen, aus­ge­nom­men die Betriebsräte, die Schwerbehindertenvertretung, tarif­lich geschütz­te MitarbeiterInnen und Schwerbehinderte, wur­den neue Arbeitsverträge unter Vortäuschung fal­scher Tatsachen (fin­gier­te Schließung: das Möbelhaus hat­te nicht ein­mal für eine Minute geschlos­sen) zu deut­lich schlech­te­ren Bedingungen ange­bo­ten. Eingestellt wur­den sie über bereits an ande­ren Standorten ansäs­si­ge Gesellschaften.
In 2016 ent­schied das Arbeitsgericht Oberhausen, dass die Kündigungen der Altbeschäftigten unzu­läs­sig waren und ein Betriebsübergang nach BetrVG § 613 statt­ge­fun­den hat. Gegen die­ses Urteil leg­te XXXL Berufung ein. Die Verhandlungen sol­len ab August vor dem Landesarbeitsgericht Düsseldorf statt­fin­den.
Inzwischen zeich­net sich ab, dass XXXL am Centro in Oberhausen ein gro­ßes Möbelhaus bau­en wird. Über die Einleitung des nöti­gen vor­ha­be­nen­be­zo­ge­nen Bebauungsplanverfahrens hat der Rat der Stadt am 4. Juli 2016 ent­schie­den.

Bei der Ratssitzung unter­stütz­ten alle Fraktionen die Forderung des Betriebsrates von Rück sowie der zustän­di­gen Gewerkschaft ver.di, dass die Neuansiedlung des Möbelhauses gekop­pelt wer­den muss an ver­bind­li­che Vereinbarungen im Sinne der Beschäftigten. U. a. hat der Oberbürgermeister nach Aufforderung der Parteien in ihren Plädoyers zuge­si­chert, auf die Geschäftsleitung von XXXL ent­spre­chend ein­zu­wir­ken.
Es sei­en dies­be­züg­lich schon Gespräche gelau­fen und man habe XXXLutz unmiss­ver­ständ­lich klar­ge­macht, dass es nur dann eine Unterstützung des Rates für die Baumaßnahme am Centro geben wer­de, wenn die auf­ge­stell­ten Forderungen umge­setzt wür­den.

Die Forderungen der Parteien, der Gewerkschaft, der MitarbeiterInnen und des Betriebsrates lau­ten:
• sofor­ti­ge Rücknahme der Kündigung der Altbeschäftigten,
• Einhaltung von sozia­len Standards, Tarifverträgen und deren Nachwirkung,
• Wahrung der Rechte der Beschäftigten, u. a.
• das sofor­ti­ge Wiedereinsetzen des 2014 in Oberhausen gewähl­ten Betriebsrates,
• Garantieübernahme aller MitarbeiterInnen unter glei­chen Arbeitsvertragsbedingungen am Centro.
Wir neh­men Oberbürgermeister Daniel Schranz (CDU) und die Ratsmitglieder ins­be­son­de­re der Ampelkoalition (SPD/Grüne/FDP) beim Wort, eine Ansiedlung von Rück am Centro ohne die Erfüllung der oben genann­ten Forderungen nicht zuzu­las­sen.
Wir erwar­ten also von den Verantwortlichen der Stadt Oberhausen, dass sie auf dem Abschluss ent­spre­chen­der Betriebsvereinbarungen bestehen.
Am Dienstag, 19. Juli 2016 um 11:30 Uhr wird vor dem Arbeitsgericht Oberhausen dar­über ver­han­delt, ob der gewähl­te und eben­falls ent­las­se­ne Betriebsrat des Möbelhauses Rück wei­ter­hin im Amt ist.
Dies ist eine Gelegenheit, die Geschäftsleitung von XXXL auf­zu­for­dern, die Kündigung aller Altbeschäftigten zurück­zu­neh­men.
Und an die Gewerkschaft ver.di her­an­zu­tre­ten, um die erfor­der­li­chen Betriebsvereinbarungen abzu­schlie­ßen.
Wenn Ihr die Möglichkeit habt, bit­ten wir Euch, die Verhandlung zu besu­chen und die KollegInnen von Rück zu unter­stüt­zen.

Aktionskreis gegen Unternehmerwillkür
(AKUWILL)